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Beitragsbemessungsgrenze (BBG)

Kurz: Einkommensgrenze, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge berechnet werden. 2026: 8.450 €/Monat (RV/ALV, bundesweit einheitlich), 5.812,50 €/Monat (KV/PV).

Definition und Bedeutung

Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Bruttoeinkommen Sozialversicherungsbeiträge erhoben werden. Wer mehr verdient, zahlt nur bis zur Grenze Beiträge. 2026 gelten: Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung bundeseinheitlich 8.450 €/Monat, Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 €/Monat. Die Werte werden jährlich an die Lohnentwicklung angepasst.

Rechtsgrundlage: § 159 SGB VI

Was das Gesetz sagt

Für die Rentenversicherung legt § 159 SGB VI fest, wie sich die Grenze jedes Jahr bewegt:

„Die Beitragsbemessungsgrenzen in der allgemeinen Rentenversicherung sowie in der knappschaftlichen Rentenversicherung ändern sich zum 1. Januar eines jeden Jahres in dem Verhältnis, in dem die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer (§ 68 Abs. 2 Satz 1) im vergangenen zu den entsprechenden Bruttolöhnen und -gehältern im vorvergangenen Kalenderjahr stehen.“§ 159 Satz 1 SGB VI

Satz 2 ergänzt, dass die Beträge „auf das nächsthöhere Vielfache von 600 aufgerundet“ werden. Die Jahresgrenze 2026 von 101.400 € (12 × 8.450 €) ist ein solches Vielfaches von 600. Für die Krankenversicherung steht die Deckelung in einer eigenen Vorschrift:

„Beitragspflichtige Einnahmen sind bis zu einem Betrag von einem Dreihundertsechzigstel der Beitragsbemessungsgrenze nach Absatz 4 für den Kalendertag zu berücksichtigen. Einnahmen, die diesen Betrag übersteigen, bleiben außer Ansatz, soweit dieses Buch nichts Abweichendes bestimmt.“§ 223 Abs. 3 SGB V

Beispiel 2026

Gehalt 6.000 € brutto im Monat, ohne Einmalzahlungen Arbeitgeberanteile bei hälftiger Teilung Renten- und Arbeitslosenversicherung Bemessung (unter 8.450 €) 6.000,00 € RV 18,6 %, Arbeitgeber 9,3 % 558,00 € ALV 2,6 %, Arbeitgeber 1,3 % 78,00 € Kranken- und Pflegeversicherung Bemessung bis zur BBG 5.812,50 € oberhalb, beitragsfrei 187,50 € KV 14,6 % + 2,9 %, Arbeitgeber 8,75 % 508,59 € PV 3,6 %, Arbeitgeber 1,8 % 104,63 € Arbeitgeberanteil gesamt 1.249,22 € Zum Vergleich bei 9.000 € im Monat RV und ALV gedeckelt bei 8.450,00 € oberhalb, beitragsfrei 550,00 € RV Arbeitgeber höchstens 785,85 € ALV Arbeitgeber höchstens 109,85 €

Der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung ist kassenabhängig, im Beispiel steht der Durchschnitt von 2,9 %. Bei 6.000 € im Monat liegt das Jahresentgelt mit 72.000 € unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 €. Liegt das Jahresentgelt darüber, regelt § 6 SGB V die Versicherungsfreiheit, und die Abrechnung der Kranken- und Pflegeversicherung ändert sich. Die Grenzen tragen wir zum Jahreswechsel in die laufende Lohnabrechnung ein, damit die Deckelung ab Januar stimmt.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Beitragsbemessungsgrenzen 2026?

Kurz: In der Renten- und Arbeitslosenversicherung 8.450 € im Monat, in der Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 € im Monat. Für den Teil des Entgelts oberhalb dieser Beträge fallen im jeweiligen Zweig keine Beiträge an.

Ist die Beitragsbemessungsgrenze dasselbe wie die Versicherungspflichtgrenze?

Kurz: Nein, die Versicherungspflichtgrenze ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 SGB V und liegt 2026 bei 77.400 € im Jahr. Sie entscheidet, ob jemand in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist. Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt, bis zu welchem Betrag Beiträge berechnet werden.

Wie ändert sich die Beitragsbemessungsgrenze?

Kurz: Sie wird jedes Jahr zum 1. Januar angepasst. § 159 SGB VI koppelt die Grenze der Rentenversicherung an die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer im Vorjahr. Die Bundesregierung setzt die Werte per Rechtsverordnung fest.

Verwandte Begriffe

Weiterlesen im Blog

Werte und Fristen für 2026 stehen im Blog-Artikel Lohnnebenkosten 2026: Was ein Mitarbeiter den Arbeitgeber kostet.

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