Geht es um HR und nicht um Lohn? Dafür gibt es HRklar, dasselbe Team. Nur HR? Macht HRklar. Zu HRklar (öffnet in neuem Tab)

Benefitsystem einführen: 50 € mehr Netto pro Mitarbeiter, ohne Gehaltserhöhung

Ein steuerfreier Benefit kostet dich weniger als dieselbe Summe als Gehaltserhöhung, und deine Leute bekommen ihn ohne Abzüge. Das klappt nur, wenn die Lohnarten in DATEV stimmen. Wir legen sie an und rechnen die Benefits jeden Monat mit ab.

Bis 50 €/MA steuerfrei (§ 8 EStG) Dienstrad § 3 Nr. 37 EStG Jobticket § 3 Nr. 15 EStG
Bis 150 € pro MA/Monat steuerfrei kombinierbar
50 € Sachbezugsfreigrenze pro MA und Monat
2–4 Wochen bis zur ersten Abrechnung mit Benefits
4 Jahre darf die Betriebsprüfung rückwirkend prüfen

Sieben steuerbegünstigte Benefits für KMU

Jeder Baustein hat seine eigene Rechtsgrundlage. Steuerfrei bleibt er nur, wenn die Lohnart dazu passt.

Sachbezugskarte
§ 8 Abs. 2 EStG

Max. 50 €/Monat: Freigrenze für Sachbezüge

Vollständig steuer- und SV-frei, keine Pauschalsteuer

Dienstrad / E-Bike
§ 3 Nr. 37 EStG

Kein Maximalbetrag: geldwerter Vorteil entfällt

0,25 % statt 1 % Privatanteil bei E-Bikes und Pedelecs

Deutschlandticket / Jobticket
§ 3 Nr. 15 EStG

Steuerfrei: AG-Zuschuss zum ÖPNV möglich

Steuerfreier AG-Zuschuss, kein geldwerter Vorteil beim AN

Essenszuschuss
§ 8 Abs. 2 EStG

4,67 €/Arbeitstag (2025): Sachbezugswert Mahlzeit

Pauschalversteuert 25 % (§ 40 Abs. 2 EStG), SV-frei

Weiterbildungsbudget
§ 3 Nr. 26a EStG

Bis 3.000 €/Jahr steuerfrei: bei nebenberuflicher Tätigkeit

Deine Leute lernen dazu, und du zahlst weniger Abgaben darauf

Betriebliche Krankenversicherung
§ 3 Nr. 62 EStG

Bis 600 €/Jahr steuerfrei: AG-Beiträge zur Krankenversicherung

Bieten wenige Arbeitgeber an, deine Leute merken sie beim Arztbesuch

Mobilitätsbudget
Kombination mehrerer Regelungen

Flexibles Budget: Dienstrad + ÖPNV + Dienstwagen-Alternative

Jede Person wählt ihr Verkehrsmittel, jeder Teil wird nach seiner eigenen Regel versteuert

Intern vs. mit Lohnklar einrichten

Wo die Arbeit liegt, wenn du Benefits selbst einrichtest, und was davon wir übernehmen.

Kriterium Eigene Einrichtung Mit Lohnklar
Zeitaufwand initial 10–20 Stunden Einarbeitung, Abstimmung mit Steuerberater ✓ Zwei bis vier Wochen, das Setup machen wir
Rechtsänderungen ✗ Du musst neue Grenzen und Regeln selbst verfolgen ✓ Ändert sich eine Grenze, passen wir die Lohnart an
DATEV-Buchung Eigene Lohnarten-Anlage, fehleranfällig ohne DATEV-Expertise ✓ Korrekte Lohnarten, Belegnummern, prüfungsfeste Struktur
Prüfungsfestigkeit Lücken in Dokumentation häufig erst bei Prüfung sichtbar ✓ Vollständige Akte: Rechtsgrundlage, Gehaltsabrede, Buchungsbelege
Mitarbeiterkommunikation Bleibt oft liegen, und das Team weiß nicht, was es bekommt ✓ Kommunikationsvorlagen und Benefit-Übersicht für Onboarding
Neue Mitarbeitende Bei jeder Einstellung ordnest du die Lohnarten von Hand zu ✓ Neue Leute laufen über dieselben Lohnart-Vorlagen

Dein Benefitsystem in 4 Schritten

Bis zur ersten Abrechnung mit Benefits vergehen meist zwei bis vier Wochen.

1
Benefit-Analyse & Auswahl

Wir sehen uns an, was du heute zahlst, und schlagen Benefits vor, die zu deinem Team passen.

2
Lohnarten-Setup in DATEV

Wir legen jede Lohnart mit ihrem Steuer- und SV-Kennzeichen an und legen die Rechtsgrundlage dazu ab.

3
Mitarbeiter-Kommunikation

Du bekommst Vorlagen, mit denen du deinem Team erklärst, was es bekommt und wie es die Karte nutzt.

4
Monatliche Abwicklung

Wir rechnen die Benefits jeden Monat mit ab und achten darauf, dass niemand über eine Freigrenze rutscht.

Häufige Fragen zum Benefitsystem

Zu Sachbezug, DATEV-Buchung, Betriebsprüfung und welche Benefits zu welcher Unternehmensgröße passen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Benefitsystem und Nettolohnoptimierung? ▼
Nettolohnoptimierung ist der Oberbegriff. Gemeint ist, Teile der Vergütung so umzubauen, dass weniger Steuer und Sozialversicherung anfallen, für Arbeitgeber und Beschäftigte.

Das Benefitsystem legt fest, welche steuerfreien oder pauschal versteuerten Sachleistungen dein Unternehmen allen Mitarbeitenden anbietet. Zur Nettolohnoptimierung gehören zusätzlich Regelungen für einzelne Personen, etwa zum Dienstwagen oder zu einer Direktversicherung.

Wir raten, beides zu kombinieren: Das Benefitsystem gibt allen dieselbe Grundlage, die Einzelregelungen kommen für bestimmte Personen dazu. Die Lohnarten für beides legen wir in DATEV an.
Welche Benefits sind für kleine KMU (unter 20 Mitarbeitende) sinnvoll? ▼
Bei weniger als 20 Mitarbeitenden lohnen sich Benefits, die wenig Verwaltung machen und die deine Leute im Alltag merken. Zuerst die Sachbezugskarte: 50 Euro pro Monat steuerfrei, nach der Einrichtung kaum Aufwand, und die Mitarbeitenden setzen die Karte frei ein.

Danach empfehlen wir das Deutschlandticket als Jobticket. Es ist steuerfrei und lohnt sich vor allem für alle, die in der Stadt pendeln. Fahren viele in deinem Team gern Rad, passt das Dienstrad: geringer Privatanteil, keine Lohnsteuer auf den geldwerten Vorteil bei E-Bikes und Pedelecs.

Der Essenszuschuss macht etwas mehr Verwaltung und lohnt sich, wenn du die in Kauf nimmst. Im Erstgespräch sehen wir uns dein Team an und schlagen ein Startpaket vor.
Wie wird die Sachbezugskarte in der Lohnabrechnung gebucht? ▼
Die Sachbezugskarte läuft in der Lohnabrechnung als steuerfreier Sachbezug nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. In DATEV legen wir dafür eine eigene Lohnart an, die bis zu 50 Euro im Monat als steuer- und sozialversicherungsfreie Sachleistung ausweist. Die Karte darf keine Geldleistung sein: Sie muss nur für Sachbezüge verwendbar sein, Bargeld abheben oder überweisen darf damit nicht gehen.

Außerdem darf der Gesamtbetrag aller Sachbezüge im Monat die 50-Euro-Freigrenze nicht überschreiten. Wird die Grenze auch nur um einen Cent überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil.

Wir legen die Lohnart an, pflegen die monatlichen Buchungen und legen die Unterlagen so ab, dass sie bei einer Betriebsprüfung vollständig vorliegen. Ob die Karte deines Anbieters die Vorgaben der Finanzverwaltung erfüllt, prüfen wir regelmäßig, weil die Finanzverwaltung diese Vorgaben schon geändert hat.
Kann jeder Mitarbeiter andere Benefits wählen (Cafeteria-Modell)? ▼
Beim Cafeteria-Modell wählen Mitarbeitende aus einem Benefit-Budget selbst aus. Das ist rechtlich möglich, macht aber viel Verwaltung. Steuerrechtlich setzt ein solches Modell voraus, dass die Wahl vor der Fälligkeit des Gehalts getroffen wird. Nachträgliche Wahloptionen können als Gehaltsumwandlung gewertet werden und wären dann steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Hast du kein eigenes HR-Team, empfehlen wir meist das einfachere Modell: Ein oder zwei Benefits bekommen alle (z. B. die Sachbezugskarte), und wer möchte, bucht etwa das Dienstrad dazu.

Wir betreuen beide Modelle. Im Erstgespräch klären wir, welches zu deiner Teamgröße und zu den Erwartungen deiner Leute passt.
Was passiert bei einer Betriebsprüfung mit falsch gebuchten Benefits? ▼
Falsch gebuchte Benefits können bei einer Betriebsprüfung zu erheblichen Nachforderungen führen. Der Prüfer, ob Lohnsteueraußenprüfer oder Rentenversicherungsprüfer, hat das Recht, rückwirkend bis zu vier Jahre zu prüfen. Stellt er fest, dass eine Sachbezugskarte über die Freigrenze von 50 Euro hinaus gewährt wurde oder dass Geldleistungen fälschlicherweise als Sachbezug behandelt wurden, wird der gesamte Betrag nachversteuert und die Sozialversicherungsbeiträge werden nachgefordert.

Hinzu kommen Säumniszuschläge und in schweren Fällen auch Zinsen. Das Risiko trägt vor allem der Arbeitgeber, weil er die Lohnsteuer abführt.

Wir legen die Lohnarten in DATEV von Anfang an richtig an, legen die Rechtsgrundlage jedes Benefits ab und prüfen laufend, ob die Freigrenzen eingehalten sind. Steht bei dir eine Prüfung an, begleiten wir dich auch dabei: Betriebsprüfungs-Begleitung.
Wie hoch ist der Aufwand für die monatliche Abwicklung? ▼
Nach der Einrichtung bleibt wenig zu tun. Bei der Sachbezugskarte muss die Lohnart jeden Monat in der Abrechnung mitlaufen, und das passiert weitgehend automatisch.

Beim Dienstrad legen wir einmal, beim Abschluss des Leasingvertrags, den Vertrag und die Lohnart an. Danach läuft der geldwerte Vorteil jeden Monat von selbst mit. Beim Deutschlandticket als Jobticket kümmert sich meist HR um die Anmeldungen, die Lohnabrechnung weist den steuerfreien Zuschuss aus.

Rechnen wir deine komplette Lohnabrechnung, hast du mit den Benefits keine Arbeit: Wir pflegen die Lohnarten, achten auf die Freigrenzen und klären Fragen mit dem Benefit-Anbieter. Von der Beauftragung bis zur ersten Abrechnung mit einem neuen Benefit vergehen meist zwei bis vier Wochen.
Können Benefits auch für Minijobber eingeführt werden? ▼
Ja, mit Einschränkungen, die du vorher prüfen solltest. Steuerfreie Sachbezüge sind auch bei Minijobbern möglich, sofern sie zusätzlich zum vereinbarten Minijob-Entgelt gewährt werden.

Die 603-Euro-Grenze (Stand 2026) für Minijobs das Gesamtentgelt inklusive aller geldwerten Vorteile umfassen kann, wenn es sich um Gehaltsbestandteile handelt. Die Sachbezugskarte mit echtem Sachbezugscharakter (keine Geldleistung) wird in der Regel nicht auf die Entgeltgrenze angerechnet, da sie kein Arbeitslohn im sozialversicherungsrechtlichen Sinne ist, sofern sie korrekt eingerichtet ist.

Wir prüfen für jeden Minijobber einzeln, welche Benefits möglich sind, ohne dass sich die sozialversicherungsrechtliche Einordnung ändert. Kläre das vor der Einführung, sonst fällt es erst bei der nächsten Betriebsprüfung auf.
Welche Benefits eignen sich am besten für die Mitarbeiterbindung? ▼
Am stärksten binden Benefits, die deine Leute jeden Monat im Alltag merken. Zuerst die Sachbezugskarte: Sie lässt sich fast überall einsetzen, kommt jeden Monat neu und wirkt wie ein regelmäßiges Dankeschön.

Das Dienstrad bindet stark, weil die Leasingverträge meist über drei Jahre laufen. Wer ein Dienstrad least, kündigt selten vor Vertragsende. Das Deutschlandticket erinnert als Dauerzuschuss ebenfalls jeden Monat an den Arbeitgeber.

Mit einem Weiterbildungsbudget zeigst du deinen Leuten, dass du in ihre Entwicklung investierst. Die betriebliche Krankenversicherung bieten wenige Arbeitgeber an, und deine Leute merken sie bei jedem Arztbesuch.

Erzähl neuen Mitarbeitenden schon im Onboarding, welche Benefits es gibt. Sonst erfahren sie oft erst nach Monaten davon.

Benefits einführen, die bei der Betriebsprüfung halten

Wir schlagen die Benefits vor, legen die Lohnarten in DATEV an und rechnen jeden Monat ab. Bis zur ersten Abrechnung vergehen meist zwei bis vier Wochen.

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