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Sachbezüge 2026: 50-Euro-Freigrenze, was nach dem BMF-Schreiben noch zählt

Kurzfassung

Der Sachbezug nach §8 Abs. 2 Satz 11 EStG bleibt 2026 bei 50 Euro pro Mitarbeiter und Monat, steuer- und sozialversicherungsfrei. Es ist eine Freigrenze: ein Cent zu viel macht alles steuerpflichtig. Seit dem BMF-Schreiben von 2022 zählen nur noch Gutscheine und Karten mit limitiertem Einsatzbereich, offene Prepaid-Kreditkarten fallen raus. Erfasse den Sachbezug jeden Monat im Lohnkonto und lass dir vom Kartenanbieter die ZAG-Konformität bestätigen.

50 Euro pro Monat und Mitarbeiter, steuerfrei und sozialversicherungsfrei. Der Sachbezug nach §8 Abs. 2 Satz 11 EStG ist bei KMU und Startups ein verbreiteter Gehaltsbaustein und Teil vieler Benefit-Systeme. Du gibst deinem Mitarbeiter 50 Euro, ohne dass darauf Lohnsteuer oder Sozialabgaben anfallen. Ein Bruttogehalt müsstest du deutlich höher ansetzen, um beim Mitarbeiter netto dasselbe ankommen zu lassen.

Seit dem BMF-Schreiben aus dem Jahr 2022 sind viele Varianten weggefallen, die früher reibungslos funktioniert haben. Wer heute noch offene Visa-Prepaid-Karten oder allgemeine Gutscheinkarten ausgibt, zahlt voll steuer- und beitragspflichtigen Arbeitslohn. Das fällt oft erst bei der nächsten Lohnsteueraußenprüfung auf, dann mit Nachzahlung und Zinsen.

1. Grundlagen: Was ist ein Sachbezug?

Ein Sachbezug ist ein geldwerter Vorteil, den dein Mitarbeiter nicht als Geld, sondern als Sache oder Dienstleistung erhält. Klassische Beispiele sind ein Tankgutschein, ein Einkaufsgutschein für einen bestimmten Händler oder eine Benefit-Karte mit begrenztem Akzeptanzbereich. Der Vorteil hat einen Geldwert, deshalb wäre er grundsätzlich Arbeitslohn und damit steuer- und beitragspflichtig. Der Gesetzgeber stellt ihn aber bis 50 Euro im Monat frei.

Die Rechtsgrundlage steht in §8 EStG. Absatz 2 Satz 11 regelt die monatliche Freigrenze, Absatz 1 Satz 2 und 3 grenzen ab, was überhaupt als Sachbezug und was als Geldleistung gilt. Um diese Abgrenzung dreht sich die Diskussion seit 2022: Nicht alles, was nach Gutschein aussieht, ist steuerlich ein Sachbezug.

Ein Sachbezug ergänzt außerdem den vereinbarten Arbeitslohn und ist kein Gehaltsersatz. Daran scheitern viele, mehr dazu in Abschnitt 3. Wer einem Mitarbeiter Bruttolohn kürzt und ihm dafür einen Gutschein gibt, verliert die Steuerfreiheit.

2. Die 50-Euro-Freigrenze: Freigrenze, nicht Freibetrag

Die Sachbezugsfreigrenze beträgt seit 2022 50 Euro pro Monat und Mitarbeiter (davor waren es 44 Euro). 2026 gilt dieser Wert unverändert. Für dich heißt das: Du kannst jedem Mitarbeiter Monat für Monat einen Sachbezug von bis zu 50 Euro gewähren, ohne dass Lohnsteuer oder Sozialabgaben anfallen, weder bei dir noch beim Mitarbeiter.

Am meisten Geld kostet in der Praxis der Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag:

Der Sachbezug ist eine Freigrenze. Ein kleiner Fehler kostet deshalb den ganzen Betrag.

Rechenbeispiel: Freigrenze vs. Freibetrag

Sachbezug: 51 Euro im Monat.
Wäre es ein Freibetrag: nur 1 Euro wäre steuerpflichtig.
Als Freigrenze (so gilt es): alle 51 Euro sind steuer- und beitragspflichtig.
Folge: Auf den vollen Betrag fallen Lohnsteuer und Sozialabgaben an, beim Arbeitgeber kommen je nach Beitragssätzen rund ein Fünftel als Arbeitgeberanteil obendrauf.

Die Freigrenze gilt streng pro Kalendermonat. Eine Übertragung auf andere Monate ist nicht möglich. Wer im Januar nur 30 Euro ausgibt, kann im Februar nicht 70 Euro nachholen, im Februar wären dann die vollen 70 Euro steuerpflichtig. Plane den Sachbezug deshalb als festen monatlichen Betrag, idealerweise mit etwas Puffer unter den 50 Euro, falls in einem Monat noch eine andere Sachzuwendung dazukommt.

Das übernehmen wir

Stimmt die Abrechnung nicht, sind die 50 Euro schnell verschenkt. Wir prüfen die Freigrenze, dokumentieren die Zusätzlichkeit und erfassen den Sachbezug im Lohnkonto. Benefit-Systeme setzen wir auf und rechnen sie ab.

3. Zusätzlichkeitserfordernis: kein Lohnverzicht

Der Sachbezug muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Dieses sogenannte Zusätzlichkeitserfordernis ist seit dem 1. Januar 2020 in §8 Abs. 4 EStG gesetzlich verankert und betrifft fast alle steuerbegünstigten Zusatzleistungen, nicht nur den Sachbezug.

Das Gesetz nennt vier Bedingungen, die alle erfüllt sein müssen. Eine Leistung gilt nur dann als zusätzlich, wenn sie nicht auf den Anspruch auf Arbeitslohn angerechnet wird, der Arbeitslohnanspruch nicht zugunsten der Leistung herabgesetzt wird, die Leistung nicht anstelle einer bereits vereinbarten künftigen Erhöhung gewährt wird und bei Wegfall der Leistung der Arbeitslohn nicht erhöht wird.

Klassische Falle: Gehaltsumwandlung. Das Modell "Wir machen 50 Euro weniger Brutto und du bekommst dafür einen Gutschein" funktioniert seit 2020 nicht mehr für den steuerfreien Sachbezug. Wird Lohn gegen Sachbezug getauscht, fehlt die Zusätzlichkeit, und der Gutschein wird voll steuer- und beitragspflichtig. Bei Neueinstellungen ist es dagegen unproblematisch, den Sachbezug von Anfang an als eigenständigen Bestandteil zusätzlich zum Grundgehalt zu vereinbaren.

Dokumentiere den Sachbezug deshalb als eigene Leistung neben dem Grundgehalt. Bei einer Gehaltserhöhung ist es zulässig, einen Teil davon als Sachbezug auszugestalten, solange der ursprüngliche Bruttolohn nicht gekürzt wird. Hier lohnt sich im Zweifel ein kurzer Abgleich mit dem Steuerberater, bevor Verträge angepasst werden.

4. Das BMF-Schreiben: Abgrenzung Geldleistung und Sachbezug

Das maßgebliche Schreiben ist das BMF-Schreiben vom 15. März 2022 (Aktenzeichen IV C 5, S 2334/19/10007 :007), das ein früheres Schreiben vom 13. April 2021 ergänzt hat. Die Finanzverwaltung hat damit präzisiert, wann ein Gutschein oder eine Geldkarte als Sachbezug gilt und wann als Geldleistung, die nie unter die 50-Euro-Freigrenze fällt. Die Grundsätze des Schreibens findest du im Lohnsteuer-Handbuch auf bundesfinanzministerium.de.

Hintergrund war ein Wildwuchs am Markt: Viele Anbieter hatten offene Prepaid-Kreditkarten von Visa oder Mastercard als Sachbezugslösung vermarktet. Diese Karten waren faktisch wie Bargeld einsetzbar, überall, online wie offline. Der Gesetzgeber wollte verhindern, dass der Sachbezug zu verstecktem Bargeld wird.

Das Kriterium: limitierte Einsatzmöglichkeit nach dem ZAG

Ein Gutschein oder eine Geldkarte gilt seit dem 1. Januar 2022 nur dann als Sachbezug, wenn sie ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigt und die Kriterien des §2 Abs. 1 Nr. 10 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) erfüllt. Das ZAG kennt drei begrenzte Netze, die jeweils anerkannt sind:

Reine Geldleistungen sind dagegen immer steuerpflichtig, dazu gehören nachträgliche Kostenerstattungen, Geldsurrogate sowie Karten, mit denen man sich Bargeld auszahlen oder Geld überweisen kann. Es zählt, was technisch mit der Karte möglich ist. Ob sie "Gutschein" oder "Karte" heißt, spielt keine Rolle.

5. Was ist erlaubt, was nicht?

Welche Varianten 2026 als steuerfreier Sachbezug durchgehen und welche nicht. Im Zweifel gilt: Wenn man mit der Karte irgendwo Bargeld ziehen oder weltweit alles kaufen kann, ist es kein Sachbezug.

Erlaubt

  • Gutschein für einen einzelnen Händler (z. B. Amazon, Rewe, Saturn)
  • Karte für eine geschlossene Händlergruppe (z. B. alle Shops in einem Einkaufszentrum)
  • Zweckgebundene Karten (nur Kraftstoff, nur Lebensmittel, nur Drogerie)
  • Regionale Gutschein-Netzwerke (z. B. City-Card einer Stadt)
  • Benefit-Karten mit limitiertem Akzeptanzbereich nach ZAG (z. B. Sachzuwendungen.de)
  • Tankkarten ohne Bargeldfunktion (nur für Kraftstoff)

Nicht erlaubt

  • Offene Prepaid-Kreditkarten (Visa/Mastercard, weltweit einsetzbar)
  • Karten mit Barauszahlungsfunktion
  • Karten mit Überweisungsfunktion
  • PayPal-Guthaben oder vergleichbare E-Geld-Konten
  • Gutscheine, die gegen Bargeld eingetauscht werden können
  • Allgemeine Einkaufskarten ohne Händler- oder Produktbeschränkung

Praxis-Tipp: Lass dir beim Einsatz einer Sachbezugskarte vom Anbieter schriftlich bestätigen, dass die Karte die Kriterien des §2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG erfüllt. Seriöse Anbieter stellen diese Bescheinigung von sich aus aus. Ohne diese Dokumentation hast du bei einer Lohnsteueraußenprüfung ein Beweisproblem, denn dann musst du selbst belegen, dass die Karte den engen Vorgaben entspricht.

6. Die 60-Euro-Aufmerksamkeit zum persönlichen Anlass

Neben dem monatlichen 50-Euro-Sachbezug gibt es eine zweite, oft verwechselte Grenze: die Aufmerksamkeit bis 60 Euro. Sie ist in R 19.6 der Lohnsteuer-Richtlinien geregelt und folgt einer anderen Logik. Während der Sachbezug monatlich und ohne Anlass gewährt wird, ist die Aufmerksamkeit anlassbezogen.

Eine Aufmerksamkeit ist eine Sachzuwendung bis 60 Euro brutto (inklusive Umsatzsteuer), die du einem Mitarbeiter zu einem besonderen persönlichen Anlass schenkst. Typische Anlässe sind Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes, ein bestandenes Examen oder ein Dienstjubiläum. Klassische Beispiele für die Zuwendung selbst sind Blumen, ein Buch, eine Flasche Wein oder ein Präsentkorb.

Drei Punkte grenzen sie vom Sachbezug ab:

Für die Praxis: Dokumentiere bei jeder Aufmerksamkeit den Anlass und das Datum. Bei einer Prüfung musst du nachvollziehbar zeigen, dass das Geschenk zeitnah und in Verbindung mit dem persönlichen Ereignis gewährt wurde. Eine kurze Notiz in der Personalakte mit Anlass, Datum und Wert reicht in aller Regel.

7. Kombination mit anderen Steuerfreiheiten

Der 50-Euro-Sachbezug ist nicht das einzige steuerfreie Instrument für Arbeitgeber. Er lässt sich mit verschiedenen anderen Befreiungen kombinieren, solange jede auf einer eigenständigen Rechtsgrundlage beruht. Die wichtigsten Bausteine und ob sie zusätzlich zum Sachbezug nutzbar sind:

Instrument Rechtsgrundlage Betrag Neben dem Sachbezug?
Sachbezug §8 Abs. 2 Satz 11 EStG 50 Euro/Monat (600 Euro/Jahr) Basis
Aufmerksamkeit R 19.6 LStR 60 Euro je persönlicher Anlass Ja
Jobticket §3 Nr. 15 EStG tatsächliche Kosten (AG) Ja
Kindergartenzuschuss §3 Nr. 33 EStG tatsächliche Kosten Ja
Gesundheitsförderung §3 Nr. 34 EStG 600 Euro/Jahr Ja
Essenszuschuss Sachbezugswert + Zuschuss bis 7,67 Euro/Tag (2026) Eigene Regelung

Beim Essenszuschuss lohnt ein genauerer Blick, weil er häufig mit dem Sachbezug verwechselt wird. Der amtliche Sachbezugswert für ein Mittag- oder Abendessen liegt 2026 bei 4,57 Euro pro Mahlzeit (festgelegt in der Sozialversicherungsentgeltverordnung). Zusätzlich zu diesem Wert darf der Arbeitgeber einen Zuschuss von bis zu 3,10 Euro gewähren, sodass ein Essenszuschuss oder Restaurantscheck 2026 bis zu 7,67 Euro pro Arbeitstag begünstigt ausgegeben werden kann. Das ist eine eigene Regelung mit eigenen Voraussetzungen und nicht Teil der 50-Euro-Freigrenze. Wer plant, beides parallel einzusetzen, sollte die genaue Abrechnungsweise mit dem Steuerberater klären, weil hier viele Detailfragen zur Pauschalversteuerung und zur Begrenzung pro Tag zusammenkommen.

Allein Sachbezug (600 Euro) und Gesundheitsförderung (600 Euro) ergeben 1.200 Euro steuerfrei je Mitarbeiter und Jahr, Jobticket und Kindergartenzuschuss kommen dazu. Das ist Nettolohnoptimierung: Zahlst du denselben Betrag als Bruttoerhöhung, fließt ein großer Teil über Steuern und Abgaben wieder ab.

8. Korrekte Erfassung in der Lohnabrechnung

Sachbezüge müssen in der Lohnabrechnung korrekt erfasst werden, auch wenn sie steuer- und beitragsfrei sind. Die Steuerfreiheit befreit nicht von der Aufzeichnungspflicht. Fehlt die Erfassung im Lohnkonto, kann das Finanzamt den Sachbezug bei einer Außenprüfung als nicht dokumentierten geldwerten Vorteil werten und ihn nachträglich versteuern.

Checkliste für die monatliche Abrechnung

Lohnkonten und die zugehörigen Belege musst du nach §41 EStG sechs Jahre aufbewahren. Plane die Dokumentation deshalb so, dass sie auch bei einer späteren Prüfung noch vollständig vorliegt. Buchst du den Sachbezug jeden Monat und hast die Anbieterbestätigung griffbereit, gibt es in der Prüfung nichts zu diskutieren. Bist du beim Aufsetzen der Lohnarten unsicher, kannst du die Lohnabrechnung von Anfang an abgeben.

9. Die häufigsten Fehler und ihre Konsequenzen

Diese vier Fehler werden bei Sachbezügen am häufigsten teuer.

Fehler 1: Offene Prepaid-Kreditkarte als Sachbezug

Visa- oder Mastercard-Prepaidkarten, die weltweit in allen Geschäften und online einsetzbar sind, gelten seit 2022 nicht mehr als Sachbezug. Wer sie noch ausgibt, hat einen voll steuer- und beitragspflichtigen geldwerten Vorteil und merkt es oft erst Jahre später bei der nächsten Lohnsteueraußenprüfung. Dann werden die Beträge rückwirkend nachversteuert, samt Säumniszinsen.

Fehler 2: Gehaltsumwandlung statt Zusatzleistung

"Wir machen 50 Euro weniger Brutto und geben dafür einen Gutschein", das ist seit 2020 nicht mehr erlaubt. Der Sachbezug muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Vertragsänderungen, die laufenden Lohn gegen Sachbezug tauschen, führen zur Versagung der Steuerfreiheit. Sicher ist dagegen die Vereinbarung des Sachbezugs bei Neueinstellungen oder zusätzlich zu einer echten Gehaltserhöhung.

Fehler 3: Freigrenze überschritten und nicht nachgehalten

Wenn Sachbezüge aus mehreren Quellen kommen, etwa ein Gutschein von der Geschäftsführung, die monatliche Benefit-Karte und eine kleine Sachprämie aus dem Team-Budget, addieren sie sich. Übersteigt die Summe im Monat die 50 Euro, ist alles steuerpflichtig. Du brauchst ein klares System, das alle Sachzuwendungen pro Mitarbeiter und Monat zusammenführt, sonst läuft die Grenze unbemerkt über.

Fehler 4: Keine Dokumentation

Der Prüfer fragt nach Belegen. Fehlende Nachweise über die Art des Sachbezugs und die ZAG-Konformität des Anbieters können dazu führen, dass der Sachbezug nachträglich als Arbeitslohn behandelt wird, inklusive Nachzahlungszinsen. Dokumentiere deshalb jeden Monat mit der Abrechnung. Wie eine solche Prüfung abläuft und worauf Prüfer achten, beschreibt unser Überblick zur Lohnsteueraußen- und Betriebsprüfung.

Sachbezüge prüfungsfest abrechnen

Fehler bei der Sachbezugserfassung fallen spätestens bei der Lohnsteueraußenprüfung auf. Wir richten die Lohnarten ein und dokumentieren den Sachbezug jeden Monat. Das Erstgespräch dauert 30 Minuten und kostet nichts.

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10. Häufige Fragen (FAQ)

50 Euro pro Mitarbeiter und Monat, unverändert. Es ist eine monatliche Freigrenze nach §8 Abs. 2 Satz 11 EStG, kein Freibetrag. Wird der Wert um einen Cent überschritten, ist der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Nicht genutzte Beträge lassen sich nicht in den Folgemonat übertragen.
Nur Gutscheine und Karten mit limitiertem Einsatzbereich. Erlaubt sind einzelne Händler, geschlossene Händlergruppen, bestimmte Regionen oder Produktkategorien nach §2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG. Nicht erlaubt sind offene Prepaid-Kreditkarten (Visa/Mastercard), Karten mit Barauszahlung oder Überweisungsfunktion sowie allgemeine E-Geld-Konten wie PayPal.
Ja, solange die Summe aller Sachbezüge im Monat 50 Euro nicht übersteigt. Du kannst zum Beispiel einen 30-Euro-Tankgutschein und einen 20-Euro-Buchgutschein kombinieren. Alle Sachbezüge eines Monats zählen zusammen auf die Grenze.
Der 50-Euro-Sachbezug ist monatlich und braucht keinen Anlass, die 60-Euro-Aufmerksamkeit ist anlassbezogen und gilt pro persönliches Ereignis. Eine Aufmerksamkeit nach R 19.6 LStR ist eine Sachzuwendung bis 60 Euro brutto zu Geburtstag, Hochzeit, Jubiläum und Ähnlichem. Sie zählt nicht in die 50-Euro-Monatsgrenze. Weihnachten gilt nicht als persönlicher Anlass, und Geldgeschenke sind nie begünstigt.
Dann wird der gesamte Sachbezug steuer- und sozialversicherungspflichtig, nicht nur der übersteigende Betrag. Er muss als regulärer Arbeitslohn behandelt oder nach §37b EStG mit 30 Prozent pauschal lohnversteuert werden. Fehler fallen bei Lohnsteueraußenprüfungen auf und führen zu Nachzahlungen samt Zinsen.
Ja, auch der steuerfreie Sachbezug gehört ins Lohnkonto. Die Steuerfreiheit befreit nicht von der Aufzeichnungspflicht. Lohnkonten und Belege bewahrst du nach §41 EStG sechs Jahre auf. Fehlt die Erfassung, kann das Finanzamt den Vorteil bei einer Prüfung nachträglich als Arbeitslohn behandeln.
Tino Werner, HR- & Payroll Manager
Tino Werner Geschäftsführer
HR- & Payroll Manager · Lohnklar

Tino Werner berät KMU und Startups zu Lohnabrechnung, Personalrecht und HR-Prozessen. Bei Lohnklar verantwortet er die operative Payroll und die HR-Beratung.

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